TENTORIUM


Sand-Thymian

Der Sand-Thymian (Quendelthymian) ist seit Langem bei den Menschen sehr beliebt. In Russland wurde das Kraut für ein Fruchtbarkeitssymbol gehalten, deswegen trugen Bräute Kränze aus Quendel. Er fördert das Aushusten, verfügt über eine antiseptische, entzündungshemmende, analgetische, bronchodilatatorische, krampflösende und milde sedative Wirkung. In der Volksmedizin wird der Sand-Thymian bei der Behandlung der Atemwege, des Verdauungstraktes, Urogenitalsystems, der Neuralgien, Erkältung und anderer Erkrankungen angewendet.

 

Eukalyptus

Eukalyptus wird für Pflanze produktiven Denkens und der Logik gehalten. Er eliminiert die Müdigkeit und Schläfrigkeit. Früher wurde Eukalyptus bei Melancholie und Langsamkeit angewendet. Der Eukalyptus-Extrakt weist eine antiseptische, entzündungshemmende, desodorierende, heilsame und analgetische Wirkung auf. Diese Heilpflanze ist bei dem Husten, der Erkältung, den Erkrankungen des Atmungs- und Verdauungssystems wirksam. Der Eukalyptus verflüssigt den Schleim, hemmt die Schleimbildung und fördert zugleich das Aushusten.  

 

Echte Bärentraube

Volkstümlicher Name der Heilpflanze ist „Bärentraube“, weil ihre Früchte ein beliebter Leckerbissen der Bären sind. Die Bärentraube ist reich an Flavonoiden, Gerbstoffen, organischen Säuren und Essenzölen.   Sie verfügt über entzündungshemmende, desinfizierende und antiseptische Eigenschaften und wird als Diuretikum bei Erkrankungen der Urinblase und Harnwege angewendet. Außerdem wirkt sie adstringierend im Gastrointestinaltrakt.

 

Ingwerwurzel

Volkstümlicher Name der Ingwerwurzel ist „weiße Wurzel“. Noch im neunzehnten Jahrhundert wurde sie im Russischen öfter „Imbir“ genannt. Die Ingwerwurzel ist durch ihre heilsamen Eigenschaften bekannt und wird nicht nur in der Medizin, sondern auch in der Gastronomie angewendet. In der russischen Küche wird die Ingwerwurzel oft in die Getränke wie z.B. ins Honiggetränk Sbiteň, in den Kwass, Extrakte, Honig sowie in die Pfefferkuchen, Kuchen, Kekse, Puddinge, Kompotte und in andere Gerichte zugegeben. Die Ingwerwurzel beschleunigt die Stoffwechselprozesse, fördert das Abnehmen, verbessert die Verdauung, steigert den Appetit, normalisiert den Zustand der Blutgefäße, hindert die Geschwürbildung und schützt den Körper vor den Darmparasiten. Der Ingwer gilt als Immunomodulator, weist entzündungshemmende, antivirale und analgetische Eigenschaften auf sowie wird bei der Entzündung der Mundschleimhaut angewendet.

  

Chaga Pilz

Heilkräftig wirken Auswüchse der Birken, die durch den Pilz Chaga, schwarzen Birkenpilz (Inonotus obliquus) befallenen sind. Eigenschaften von Chaga Pilz sind seit Langem bekannt. Der Pilz wurde für ein eigenartiges Mittel, und vor allem in der alternativen Medizin gehalten. Chaga ist ein starker Antioxidans, der zugleich durch seine entzündungshemmenden, heilkräftigen,

immunitätsstimulierenden, antiulzerösen und analgetischen Eigenschaften bekannt ist.


Weizenkeime

Der Weizen bildete Jahrtausende den Hauptbestandteil der Ernährung vieler Völker. Die Weizenkeime stellen ein unschätzbares Geschenk von der Natur dar, sind reich an Nährstoffen und bioaktiven Stoffen wie Vitaminen, Aminosäuren sowie Spurelementen. Der Extrakt aus Weizenkeimen verfügt über eine tonisierende und regenerative Wirkung, reguliert den Stoffwechsel, kräftigt die Wände von Blutgefäßen, steigert die Peristaltik, mildert Anzeichen der chronischen Erschöpfung und steigert die Abwehrkraft des Organismus. Er ist ein tolles natürliches Mittel, wirkt heilbringend auf physiologische Prozesse, Organe und Gewebe des Organismus.


Birkenblätter

Die Birke ist seit Langem Symbol von Russland – schlank, mit einem weißen Stamm, mit kronenreichen Ästen und im Wind flüsterndem Laub. Man glaubte daran, dass der Birkenduft Depressionen heilt und die Seele reinigt. Die Birkenruten werden traditionell zu therapeutischen und prophylaktischen Zwecken im russischen Dampfbad angewendet. In der Volksmedizin werden Birkenblätter, Knospen, Birkenteer, Birkensaft eingesetzt. Die Birkenblätter weisen entzündungshemmende, antiseptische, brustreinigende, diuretische, choleretische Wirkungen auf, helfen bei der Salzausscheidung, verbessern den Stoffwechsel und die Verdauung. 


Fenchel

Der Fenchel ist dem Gartendill nächstverwandt. Er ist als Gewürze und Heilpflanze bekannt. Der Fenchel ist von alten Sachsen zu den neun heiligen Kräutern geordnet worden. Früchte vom Fenchel verbessern die Verdauung, regulieren motorische Darmaktivität, weisen choleretische, krampflösende und diuretische Wirkung auf.

 

Mariendistel

Die Mariendistel als Heilpflanze ist seit Langem bekannt. Der Absud aus ihren Früchten wurde von den Griechen im Altertum schon vor zweitausend Jahren angewendet und die nützlichen Eigenschaften der Mariendistel kannten auch die Römer. Die Mariendistel verfügt über heilkräftige und entzündungshemmende Wirkungen, steigert Schutzeigenschaften der Leber bei Infektionen und Vergiftungen, normalisiert den Prozess der Produktion und Ausscheidung der Galle, verbessert die Verdauung und Darmperistaltik, stärkt die Immunität. Diese Heilpflanze ist für normale Funktion der Genitalien, der inneren Organe und Systeme notwendig.

 

 

Wurzel der Lakritze

Die Lakritze (Süßholz) ist als Heilpflanze schon seit dem Altertum bekannt. Sogar Hippokrates mit Hinweis auf seine Vorgänger deutete auf die Möglichkeit ihrer Anwendung bei der Menschenheilung. Die Lakritze hatte breite Anwendung in der Medizin im altertümlichen China und Tibet. In der chinesischen Medizin wird die Wurzel vom Süßholz dank einer Reihe ihrer Anwendungsbereiche ähnlich wie Wurzel vom Ginseng anerkannt. Die Wurzel vom Süßholz wird zur Erhaltung der Gesundheit, Schönheit und Jugend eingesetzt. In der modernen Medizin werden die Präparate aus der Lakritze als Expektorans und Diuretikum angewendet. Die Wurzel der Lakritze verfügt über entzündungshemmende, spasmolytische, antitoxische und antihistaminische (sie vermindert die Empfindlichkeit des Organismus auf Allergene) Wirkung. Sie senkt den erhöhten Gefäßtonus, normalisiert die Sekretion der Verdauungssäfte und beschleunigt den Prozess der Wundheilung.

 

Johanniskraut

In Russland wurde das Johanniskraut als Heilmittel bei 99 Erkrankungen bezeichnet. Jedes Heilpflanzengemisch umfasste das Johanniskraut. Ein Sprichwort sagt: „Wie kein Brot ohne Mehl gebacken werden kann, genauso kann kein Mensch ohne Johanniskraut geheilt werden.“ Das Johanniskraut verfügt über entzündungshemmende, antiseptische, adstringierende, tonisierende und stärkende Eigenschaften, hilft die Aktivität des Gastrointestinaltraktes zu verbessern, stärkt Zahnfleisch, entspannt Krämpfe der Blutgefäße und hat auch andere günstige Wirkungen. Heilkräftige Eigenschaften vom Johanniskraut werden auch heute hochgeschätzt. Michail Andrejevič Nosaľ hat in seinem Buch „Heilpflanzen und Arten ihrer Anwendung in der Volksheilkunde“ hat geschrieben: „ Das Johanniskraut ist die wirksamste Heilpflanze unter allen den Menschen bekannten Heilpflanzen.“

 

Estragon

Der Estragon ist die einzige Pflanze der Gattung Beifuß, die gar nicht bitter ist, aber hat alle nützlichen Eigenschaften der bitteren Kräuter. Die wissenschaftliche Bezeichnung ist griechischer Herkunft und bedeutet „gesund“. Der Estragon stimuliert die Aktivität des Verdauungstraktes, fördert die Magensaftbildung und steigert den Appetit. In der Volksheilkunde wird die Pflanze als mildes Diuretikum, zur Schlafverbesserung und Verstärkung der Wände der Blutgefäße eingesetzt.